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18.07.2012

Weniger Wohnungen

Erschienen in der Berliner Woche, Ausgabe Friedrichshain, Seite 2

Lichtenbergs Stadtrat stellt Bebauungsplan vor

Lichtenberg. An der Rummelsburger Bucht soll künftig weniger Fläche bebaut werden. Zudem wird die geplante Uferpromenade breiter.

»Wir haben die Forderungen der Anwohner im neuen Entwurf berücksichtigt«, sagt Stadtrat für Stadtentwicklung, Wilfried Nünthel (CDU). Unlängst stellte er den neuen Entwurf des Bebauungsplans für das Wohngebiet »An der Mole« im Ausschuss für Stadtentwicklung der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg vor. Denn auch die Friedrichshainer interessiert die Entwicklung des Gebietes, dessen kleinster Teil in Stralau liegt: Immerhin muss deshalb der fertige BPlan nicht nur von der BVV in Lichtenberg, sondern auch von den Bezirksverordneten im Nachbarbezirk beschlossen werden.

Bereits 2010 hatten die 18 zum Netzwerk Ostkreuz zusammengeschlossenen Bürgerinitiativen aus den Gebieten an der Rummelsburger Bucht sich gegen den Entwurf gewandt, der in einem städtebaulichen Wettbewerb seit 2009 feststeht. Sie wollen das historische Pumphäuschen erhalten, eine breitere naturnahe Promenade am Ufer. Auch die intensive Bebauung sahen viele skeptisch. »Wir loten noch aus, inwieweit wir die Alternativpläne umsetzen können«, sagte Nünthel im nachbarlichen Ausschuss.

Breiter Uferstreifen

Schon jetzt sei der Bebauungsplanentwurf verschlankt worden, informierte der Stadtrat: Die im Süden zum Ufer hin geplanten Punkthäuser fallen weg, dafür wird die Uferpromenade um fast das Doppelte verbreitert – an manchen Stellen werden es 50 Meter sein. Viel Platz, auf dem sich neben Fußgänger auch die Radfahrer des dann asphaltierten Europaradwegs bewegen können.

Insgesamt sieht der BPlan-Entwurf 4600 Quadratmeter weniger Geschossfläche vor. »Gegenüber den Plänen aus dem Jahr 2009 haben wir die Baumasse halbiert«, so Nünthel zum Stand. Das Gebiet wird als Mischgebiet entwickelt. Neben dem Wohnen werden kleinere Gewerbebereiche in die u-förmige Bebauung integriert. Noch für den Herbst plant das Amt die Beteiligung von Trägern der öffentlichen Belange, also Verkehrsverwaltung, Wasserbetriebe und andere. Im Frühjahr 2013 könnte dann auch die Bürgerbeteiligung stattfinden. Hier können die Bürger Einwände zum Entwurf einbringen.

von Karolin Wrobel