Der neue Bauboom
Erschienen in der Berliner Woche, Ausgaben Hohenschönhausen und Lichtenberg, Seite 1
1000 Wohnungen wurden in Lichtenberg im ersten Halbjahr genehmigt
Lichtenberg. Überall im Bezirk entsteht neuer Wohnraum. Allein im ersten Halbjahr 2012 wurde der Bau von mehr als 1000 Wohnungen genehmigt.
»Lichtenberg ist ein attraktiver Wohnstandort und bei den Bürgern sehr beliebt«, sagt der Stadtrat für Stadtentwicklung Wilfried Nünthel (CDU). Er bescheinigt dem Bezirk viel Potenzial für neue Bauvorhaben, die Wohnraum schaffen. Die Verwaltung will Investoren und Bürger bei ihren Vorhaben mit kurzen bürokratischen Wegen unterstützen.
Die sind schon durch die räumliche Nähe zwischen Stadtplanung, Bau- und Wohnungsaufsicht, Tiefbau, Vermessung und Denkmalschutz am Standort Alt-Friedrichsfelde 60 gewährleistet.
Neuer Wohnraum ist in ganz Berlin gefragt, denn die Lage auf dem Mietwohnungsmarkt ist angespannt. Immer mehr Familien ziehen nach Lichtenberg, vornehmlich aus den benachbarten Bezirken. Das Wohnen an attraktiven Standorten wie in Karlshorst ist begehrt. Dort werden in den kommenden Jahren nicht nur mehr als 1000 Wohneinheiten mit Ein- und Mehrfamilienhäusern in der Gartenstadt Karlshorst entstehen. Auch der letzte Bauabschnitt Am Carlsgarten wurde nun genehmigt. Die Wohnungsbaugesellschaft Howoge plant zudem im kommenden Jahr am Römerweg mit dem Umbau des ehemaligen Studentenwohnheims 300 Wohneinheiten zu realisieren. Der Baubeginn ist für Anfang 2013 geplant, eine Genehmigung steht noch aus.
Die Landeskoalition hat sich für die laufende Legislaturperiode zum Ziel gesetzt, 30 000 neue Wohnungen zu schaffen. Lichtenberg soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Zu den größeren Wohnungsbauvorhaben gehört die Sanierung eines ehemaligen Bürogebäudes in der Rhinstraße 145. Dort entstehen 232 Wohneinheiten. In der Konrad-Wolf-Straße 78 entsteht eine Anlage mit 161 Wohneinheiten, ein weiterer Neubau wird in der Storkower Straße/Rudolf-Seiffert-Straße mit 75 Wohneinheiten errichtet. Bereits in der Vergangenheit genehmigt und in vollem Baugeschehen ist der Umbau des ehemaligen Gewerbegebäudes an der Frankfurter Allee 216: 430 kleinere Einraumwohnungen sind geplant.
von Karolin Wrobel














